Sichtbarkeit = Erkennbarkeit = Angreifbarkeit
In der gegenwärtigen Zeitqualität wächst das Bedürfnis, uns nur noch authentisch zu zeigen.
All die Einflüsse von KI und den spirituellen Marktschreiern lassen uns nur den Kopf schütteln und innerlich zurückweichen.
Gleichzeitig triggert Sichtbarkeit bei vielen Menschen, auch bei ThetaHealing Practionern alte Traumamuster, weil wirklich „gesehen werden“ früher an Gefahr, Scham oder Zurückweisung gekoppelt war.
Das kennen viele Menschen.
Alle, die etwas kreieren, Neues, Visionäres schaffen – Künstlerinnen, Autorinnen oder Menschen, die eine originelle Geschäftsidee in die Welt bringen möchten.
Sichtbarkeit ist dadurch widersprüchlich – gleichzeitig tief ersehnt und massiv gefürchtet. Das kann zu Blockaden, Selbstsabotage oder Überanpassung führen, also dem Gegenteil von Selbstausdruck.
Warum ist das so?
Trauma prägt das Nervensystem indem es auf Bewertung, Beobachtung oder Kritik mit Alarm reagiert (Fight/Flight/Freeze/Fawn), selbst wenn heute real keine Gefahr mehr besteht.
„Gesehen werden“ bedeutet dann: Kritik, Abwertung, mögliche Bloßstellung, Kontrollverlust oder Ohnmachtsgefühle. Das innere System versucht, dich durch Unsichtbarkeit zu schützen. Du fliegst lieber unterhalb des (Sichtbarkeits-)Radars.
Viele meiner Klientinnen berichten von Schamgefühlen, Unsicherheiten, Perfektionismus und der Befürchtung: „Wenn sie mich wirklich sehen würden, würden sie mich verachten“. Wir kennen das auch als Impostersyndrom.
Das sind typische Nachwirkungen von Beschämung, Ablehnung oder emotionaler Vernachlässigung in der Kindheit.
Daraus entstehen Strategien wie People-Pleasing, sich klein machen, nur „angepasste“ Teile zu zeigen oder komplett zu vermeiden, sichtbar zu werden.
Erste Aktivitäten in Richtung Sichtbarkeit im Business (Social Media, Newsletter…) können frühere Erlebnisse von Zurückweisung, Mobbing oder familiärer Abwertung reaktivieren oder zumindest die Erinnerungen daran aufrufen.
Trotz ihrer Fachkompetenz vermeiden sie Fortschritte. Sie überarbeiten ständig oder lernen immer neue Methoden, statt in sich für die Arbeit mit Klientinnen zu öffnen. In meinem Mentoring Grow for it! widmen wir uns auch dieser Herausforderung der Selbstständigkeit.
Künstlerinnen, die in besonderer Weise verletzlich mit ihrem Innenleben arbeiten, bremsen sich aus, wenn das Werk in die Welt möchte. Irgendwann müssen sie es loslassen und es gehört ihnen nicht mehr. Es gehört denen, die es lesen, betrachten, hören… bewerten. Das erfordert enorm viel Mut.
Ein weiterer Aspekt ist, dass Angst vor Sichtbarkeit die Kreativität, den Akt des Schöpfens blockieren kann. Dissoziation, Gefühlsabspaltung und Selbstkritik erschweren den Zugang zu Inspiration.
„Deine Sichtbarkeit wird die Version von dir überwinden, die nur überleben konnte, indem sie klein geblieben ist.“
Erst wenn eine gewisse grundsätzliche Sicherheit gegeben ist, gelingen die notwendigen Schritte. Im ThetaHealing können wir mit Hilfe der Glaubenssatzarbeit und Gefühlsarbeit den Schutzmechanismus „gesehen werden = Gefahr“ entkoppeln. In Grabe tiefer wird das behandelt.
In jeder Form der zwischenmenschlichen Beziehungen kann durch Angst vor Sichtbarkeit wie ein unbewusster Schutzfilter wirken. Nähe wird gleichzeitig ersehnt und gefürchtet, wodurch wirkliche Zuneigung, wahrhaftige Intimität und Zugehörigkeit erschwert werden.
Das zeigt sich dann in Mustern wie People-Pleasing, Rückzug, Selbstsabotage, emotionaler Unerreichbarkeit oder Drama-Dynamiken. Häufige On-Off Beziehungen sind ein sicheres Zeichen.
Menschen mit hoher feinstofflicher Wahrnehmung und Hochsensibilität kennen das. Viele ThetaHealing Practitioner sind besonders feinfühlig und mussten in der Kindheit ihre Fähigkeiten verbergen. Im Seminar Selbstliebe können wir diese Fähigkeiten wieder zurückrufen.
Wie kann Heilung in Beziehungen aussehen?
Beziehungen können zum Übungsfeld werden. In kleinen Dosen ehrlicher werden, Bedürfnisse aussprechen, „Mini-Mengen“ an Verletzlichkeit zulassen und gleichzeitig das Nervensystem regulieren. Achtsam die eigenen Bedürfnisse berücksichtigen und dabei die „innere Festplatte“ bewusst und gezielt mit neuen, guten Erfahrungen überschreiben. Verstehe und fühle, wer dein Vertrauen verdient. (Du und dein innerer Kreis für ThetaHealing Practitioner)
So kann Sicherheit gelernt werden und mit Kontakt, Wahlfreiheit und Verbundenheit verknüpft und belohnt werden.
In meiner Arbeit geht es immer wieder sehr tief und verborgene Muster zeigen sich in Sitzungen durch die Sicherheit, die durch die tiefe Verbindung zwischen Klientin, Schöpfung und mir als Praktizierender entsteht.
Durch die Enthüllungen in den letzten Monaten, empfinden Frauen subtile Scham darüber, dass Frauen sich in früheren Jahrhunderten aus der Kirche haben drängen lassen. Die frühe Kirche bestand nicht nur aus Männern: Die Geschichte zeigt, dass Frauen die ursprünglichen Führerinnen waren, bevor sie herausredigiert wurden.
Der „Mann auf der Kanzel“ ist keine göttlich verordnete Tradition. Frauen waren nicht nur Anhängerinnen, sondern Besitzerinnen von Hauskirchen. Sie waren Apostelinnen und Diakoninnen. Der Ausschluss von Frauen war also keine spirituelle Notwendigkeit, sondern eine Managemententscheidung von Männern im 4. Jahrhundert. Gleichberechtigung ist keine moderne Erfindung, sondern ein vergessenes Erbe.
Was auf der historischen Ebene entstanden ist, wirkt bis heute weiter. In Weltenbeziehungen können wir das Thema vertiefen und auflösen.
Wenn dir beim Lesen hier und da mulmig geworden ist, dann geh einfach mal die folgenden Fragen durch.
Was lauert unbewusst in dir?
1. Welche Situation in deinem Leben hier und jetzt löst derzeit den Drang aus, dich zurückzuziehen, zu verschließen, zu verstecken oder dich selbst zum Schweigen zu bringen?
2. Was will der Teil von dir, der weiß, dass da noch mehr geht im Leben? Wonach sehnst du dich wirklich?
3. Welchem deiner Träume und Wünsche geht langsam die Luft aus, weil du Angst hast, gesehen, erkannt und bewertet zu werden?
4. Wenn du dir vorstellst, dass jemand dich in deiner ganzen Größe sieht, wessen Meinung macht dir am meisten Sorgen? Was für eine Reaktion befürchtest du?
5. Welche Rollen, Gewohnheiten und Bewältigungsmechanismen müsstest du überwinden, um dich von deiner kühnsten, mutigsten und kompromisslosesten Seite zu zeigen?
6. Was ist das Schlimmste, was jemand über dich sagen könnte? Wie fühlst du dich bei dieser Meinung?
7. Welche Emotionen oder Empfindungen entstehen in deinem Körper, wenn du dir vorstellst, mutig, sichtbar oder ganz unverfälscht du selbst zu sein?
8. Wo spürst du diese Emotionen in deinem Körper? Wenn sie eine Form, ein Gewicht, eine Farbe oder eine Textur hätten, wie würden sie aussehen? Wenn sie eine Stimme hätten, was würden sie sagen?
9. Was ist deine früheste Erinnerung daran, dass du dich wegen deiner Persönlichkeit verlegen, beschämt oder abgelehnt gefühlt hast? Kannst du dich daran erinnern, wann du zum ersten Mal gelernt hast, dass es nicht sicher ist, dein Licht leuchten zu lassen?
10. Stelle dir vor, du wärst deine eigene Göttin der radikalen Selbstentfaltung. Wer ist sie? Wie bewegt sie sich durch die Welt? Beschreibe sie detailliert.
Alles darf sich ändern. Alltagstauglich und ohne dich zu überfordern : )
LovePeaceRespect
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